Gefahr einer Kettenreaktion – Die extreme Dürre 2018

An vielen Flüssen in der Region sieht es so aus.

Eine Dürre, die es seit den Wetteraufzeichnungen so noch nicht gegeben hat. 2018 wird wohl das Jahr, was in die Geschichtsbücher eingehen wird. Die immer noch anhaltende Dürre bringt so einige Gefahren mit sich mit und wird von Tag zu Tag immer kritischer. Es entsteht wohl mit einem kleinen schupsen, eine Böse Kettenreaktion…..

 

Wasserstände an Flüssen und Seen

Die Pegel in an den Flüssen und Seen in der Region und auch deutschlandweit sinken nach und nach. Alleine jetzt schon haben viele Flüsse wie z.b der Rhein einen neuen Rekordpegel von Niedrigwasser. Sich die Ems und die Hase führen ein extremes Niedrigwasser. Die Tendenz liegt aktuell zwischen gleichbleibend und sinkend.

Das Speicherbecken in Geeste – Mehr als halb leer!

Um das Kernkraftwerk in Lingen mit Kühlwasser zu versorgen wurde dieser Speicherbecken gebaut. Die verantwortlichen hoffen ebenfalls auf regen, sodass sie wieder das Wasser aus Ems nutzen können. Bisher wurden hier fast 10 von 18 Millionen Kubikmeter Wasser gezogen.

Gut zu erkennen ist der alte Wasserstand am Speicherbecken in GeestWasserversorgung

Die Trinkwasserversorgung ist zwar noch aufrechterhalten, dennoch sollten wir weiterhin, wie in den Sommermonaten schon, mit dem Trinkwasser sparsam umgehen. Zum Glück gibt es noch keine großen Engpässe. Der Grundwasserspiegel ist ebenfalls, wie die Flusspegel in der Region, lokal auf einem teils niedrigen stand. Sollte die Dürre noch wochenlang weitergehen, könnte es noch interessant werden.

Bäume und Wälder

Gefährlich wird es auch für viele Wälder und an den Straßen sowie auf Grundstücken stehende Bäume. Die Wurzeln sind Staub trocken, durch die anhaltende Dürre schädigen zusätzliche Borkenkäfer die Bäume. Eine fatale Gefahr, die uns allen noch gar nicht so bewusst ist! Herbst und Winter sind die Monate, wo es meisten Schnee und Sturm gibt.

In einem Lingener Waldgebiete sind erste Bäume gefallen – Grund: Trockenes Wurzelwerk was den Bäumen halt gibt.

Durch die trockenen Böden und die nahezu ausgetrockneten Wurzeln haben Bäume keinen Halt mehr und fallen reihenweise um – und das schon ohne eine einzige Windböe! Kommt nun Sturm oder Schnee wird es womöglich zur Katastrophe kommen. Die Bäume werden ( und das können wir euch versichern) wie Mikadostäbchen schon bei den kleinsten Böen reihenweise umfallen. In Wäldern, für Spaziergänger eine hohe Gefahr, für Autofahrer und Fußgänger ebenfalls!

Böden und Pflanzen

Pflanzen leiden in diesem Jahr besonders. Die Böden sind so trocken wie nie, was ein wachsen der Pflanzen nahezu unmöglich macht. Jeder Pflanze braucht Wasser, die einen mehr, die anderen wenigen. Nur durch ständiges Gießen können Pflanzen überleben. Und da ist auch der Punkt, der schon mal oben angesprochen wurde. Sparsam sein mit dem Wasser! Lieber Trinkwasser als blühende Pflanzen und grünen Rasen im Garten haben! Im Garten hui und außen Pfui – so ist wohl das aktuelle Bild was viele in den einzelnen Ortschaften zu sehen bekommen.

Kaum Regen in Sicht

In jedem Wettermodell steht es fest – Viel Regen wird es nicht geben! Maximal werden in unserer Region bis mindestens Mitte November gerade mal nur um die 15l im Schnitt gerechnet. Wir bräuchten, damit sich die Natur erholen kann mehrere hundert Liter, stoßweise als Tagesregen. Mal einen ganzen Tag regen, dann wieder ein Tag Pause, dann wieder regen und so weiter.

Kaum Niederschlag in der Langfristprognose am Beispiel Lingen (Ems)

Wer nun sich alles einmal durchgelesen hat, wird nachdenklich und merkt, welche eine große katastrophale Kettenreaktion dahinter steckt. Ein Problem bring weitere und somit eine große Gefahr für die Bevölkerung. Nicht nur die Schäden in Landwirtschaft, sondern auch allgemein durch die Dürre gehen in den mehrstelligen Milliardenbereich – Tendenz steigend!

Also Fazit kann man also sagen, dass diese extreme Dürre gar nicht mal so ungefährlich in Bezug auf kommenden Wetterlagen ist. Ob sie auch einen Einfluss auf den kommenden Winter haben wird bleibt unklar. Eins ist jedenfalls klar: Es sind weitere Anzeichen des Klimawandels und soll jeden Menschen wach rütteln!

Bilder: Wetterzentrale/Archiv/Privat/A.Kaaps

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